Die Planung eines Rebberges
27.Februar 2009 | Thema: Planung des Rebbergs

Die Weintrauben werden schon seit Jahrtausenden gezüchtet. Der Weinbau, auch als Traubenzucht bekannt, ist ein langer und manchmal steiniger Weg. Dennoch, genauso wie in anderen Lebenslagen, kann die fachgerechte Planung und eine angemessene Vorbereitung, einem angenehmen und spannenden Erlebnis den Weg bahnen.
Und Sie können sich ja bereits jetzt schon einmal vorstellen, wie sich das anfühlen würde, wenn Sie Ihren Gästen Ihren eigenen Wein kredenzen. Was sagen die Gäste und welche Farbe hat der Wein? Ein gutes Gefühl? OK, und jetzt geht es an die Arbeit.
Ein Rebberg ist ein eigenständiger Makrokosmos. Ihn zu bewirtschaften ist eine Aufgabe, die ein grosses Wissen im Fachbereich der Rebzucht voraussetzt. Aber Bitte keine Angst, es ist nicht unmöglich.
Eine der wichtigsten Entscheidung besteht darin, das richtige Grundstück auszuwählen wo Sie ihre Weinreben anpflanzen wollen. Auf diesem Grundstück muss der Winzer dann die Umweltbedingungen prüfen und vergleichen, wie z.B.:
- Dauer der täglichen Sonneneinstrahlung
- Neigung
- Höhenlage
- Frost
- Wärmenester
- Abstände
- Bodenqualität
- Regenhäufigkeit
- Wasserabführung
- Wind
- Klimatrends
Gewisse Weinreben können ausschließlich in der dazu geeigneten geographischen Lage anbauen, in der die Klima- und Erdbedingungen der Rebsorte die man züchten möchte angemessen sind.
Obwohl es noch viele andere Faktoren zum bestimmen gibt, die Wahl des Standortes ist entscheidend. Denn der Standort kann nicht mehr gewechselt werden. Diese Entscheidung wird den Unterschied zwischen einem guten und schlechten Wein ausmachen.
Die Ausrichtung des Rebberges hängt nicht nur von der Topografie des Gelände ab. Die Ausrichtung kann auch vom anvisierten Markt abhängen. Je nach Ausrichtung des Rebberges, kann eine frühere oder spätere Ernte erfolgen.
Ein südlich ausgerichteter Hang sichert zwar eine frühere Ernte, allerdings besteht gleichzeitig auch eine höhere Gefahr der Beschädigung der zarten Triebe durch den Spätfrost im Frühling.
Dank eines nördlich oder östlich ausgerichteten Hangs kann diese Gefahr zwar vermieden werden, allerdings ist aber dann auch nur eine spätere Ernte möglich. Die Entscheidung, ob sich das Risiko einer früheren Erntezeit lohnt, bleibt deshalb dem Winzer überlassen.
Es gibt weitere wichtige Einflussgrößen, wie z.B. der Kostenfaktor, die Nähe der etwaigen Absatzmärkte, das Arbeitskräfteangebot, das Vorhandensein der Wasserversorgung usw. All diese Einflussgrößen werden die Ertragskraft dieses Unternehmens bestimmen und sind für ihren Erfolg in der Wein Herstellung entscheidend.
Die Menge des verfügbaren Sonnenlichts, das Ausmaß und die Unterschiedlichkeit der umliegenden Pflanzen- und Tierwelt, die Bodeneigenschaften und die vorwiegenden Klimabedingungen sind ebenso wichtige Einflussgrößen, die bei der Wahl des Rebberg Standorts beachtet werden müssen.
Die Wachstumszeit muss in der Zeit stattfinden in welcher das Sonnenlicht am stärksten ist. Schädlinge und weitere Tiere, welche die Ernte vernichten könnten, müssen unter Kontrolle gehalten werden, deshalb ist es wichtig dass sich der Rebberg möglichst weit vom Lebensraum dieser Tierarten befindet.
Die Bodenzusammensetzung muss untersucht werden, damit auch der richtigen Rebsorte gewählt werden kann. Die allgemeinen Klimabedingungen werden den Verlauf des gesamten Verfahrens bestimmen.
Ein Standort mit Flachhang und guter Wasserabführung ist optimal. Er sollte sich nicht in der Nähe von Waldgebieten oder von überwachsenen Flächen befinden, wo der Wildtierbestand die Trauben verzehren und die Reben beschädigen könnte.
Der Rebberg darf nicht an landwirtschaftliche Betriebe angrenzen, die für Weinreben schädliche Unkrautvertilgungsmittel verwenden.
Auch wenn die moderne Technologie den Vorgang der Weinherstellung, sowie ihre Aufmachung, sogar ihre Vermarktung und weitere wirtschaftliche Zielvorgaben verbessern kann.
Eines ist sicher, nur ein guter Standort und ein gut gepflegter Weinberg kann einen hervorragenden Wein hervorbringen.