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Chinesischer Tee

09.November 2011 | Thema: Tee | Schlagwörter: Tee | Vorheriger Tee-Beitrag: « Chinesischer Tee – Heilmittel oder Genussmittel?

Chinesischer Tee ist Bestandteil der Chinesischen Teekultur, der chinesischen Kultur überhaupt. Die Chinesische Teekultur geht einher mit der typischen Teezeremonie, die eigentlich eine Teekunst ist. Sie wurde überwiegend im privaten Bereich zelebriert. Als Zeichen der Wertschätzung wurden vor allem Gäste mit Tee bewirtet.

Bei Töchtern erhöhte sich die Chance verheiratet zu werden, wenn sie guten Tee zubereiten konnten, und bei den Han-Chinesen zeigten Art und Aussehen der Teekanne den sozialen Status des Besitzers an.

Die Teekultur wurde in China während der Kulturrevolution unterdrückt. Viele Teehäuser wurden damals geschlossen und etliche Teemeister flohen nach Taiwan.

Im Übrigen war das Teetrinken in China zunächst der Oberschicht und den Mönchen der buddhistischen Klöster vorbehalten.

Als dann die Mönche begannen den Tee selbst anzubauen, wurde Tee zum ersten Mal exportiert und zwar nach Korea und Japan. In der Yuan-Dynastie wurde das Teetrinken in der gesamten Bevölkerung populär.

Mittlerweile erlebt die chinesische Teekultur eine Renaissance und findet auch bei uns immer mehr Anhänger.

Die bekannte übliche Art der Zubereitung, nämlich das Übergießen der Teeblätter mit kochendem Wasser, verdanken wir der Ming-Dynastie, die dieses Verfahren die „Schule des duftenden Blattes“ nannte.

Im Gegensatz dazu standen die Teezeremonien der noch älteren Song- und Tangdynastien, die die Blätter pulverisierten, mit Wasser aufkochten und warteten bis das Wasser die richtige Färbung bekam.

Im Wesentlichen gibt es sechs Teesorten in China: Weisser Tee, Gelber Tee, Grüner Tee, Pu-Erh-Tee, Roter Tee und Oolong-Tee. Der Rote Tee wird in Deutschland Schwarzer Tee genannt, obwohl dieser rötlich ist.

Der kräftige nachfermentierte Pu-Erh-Tee muss erst einen aufwändigen Reifungsprozess durchlaufen, bevor er trinkfertig ist. Sehr bekannt geworden ist bei uns in den letzten Jahren der Grüne Tee. Er ist unfermentiert.

Dadurch bleiben im frischen Blatt alle Wirkstoffe erhalten. Chinesischer Tee ist für seine gesundheitsfördernde Wirkung bekannt.

Grundsätzlich ist es so, dass einige Sorten mehrmals aufgegossen werden können. Außerdem gewinnen die Tees an Geschmack und Qualität, je länger sie gelagert werden.