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Der Bärlauch – stark wie ein Bär

19.April 2009 | Thema: Essen & Genuss | Vorheriger Essen & Genuss-Beitrag: « Ein Grillabend mit Fisch und Schalentieren | Nächster Essen & Genuss-Beitrag: Der Mohn – vom Rauschmittel zum Leckerbissen »

Wenn auch nicht so bekannt wie der Knoblauch, so gibt es viele Freunde des Bärlauchs. Woher hat der Bärlauch seinen Namen?

Der Bärlauch ist eine Frühlingspflanze, die als eine der ersten ihre grünen, zarten Blätter aus der Erde steckt. Somit dient sie als erste Nahrung der Bären. So lautet zumindest eine andere Erklärung der Namensherkunft des Bärlauchs.

bearlauch

Eine andere ist, dass der Namensteil „Bär“ für die Bärenkräfte, in Hinblick auf sein Aroma und seine Heilwirkungen steht.

Denn beim Bärlauch, dessen botanische Bezeichnung „Allium ursinum“ lautet, handelt es sich tatsächlich um eine würzige Gewürzpflanze mit einigen Heilwirkungen.

Vorsicht Verwechslungsgefahr!

Der Bärlauch wurde in vielen Regionen Deutschlands gerne gesammelt und in regionalen Gerichten verwendet. Dabei wurde immer wieder um Vorsicht gebeten, da der Bärlauch mit zwei Giftpflanzen verwechselt werden kann.

baerlauch

Zum einen ist das die ebenfalls zur Familie der Liliengewächse gehörende Herbstzeitlose. Sie sieht dem Bärlauch, bevor sie ihre rosa bis violetten Blütenblätter zeigt, sehr ähnlich.

Da Bärlauchblätter vor der Blütezeit gepflückt werden müssen, um nicht bitter zu schmecken, führte Unkenntnis oft zu lebensbedrohlichen Situationen von Sammlern.

Eine zweite, giftige Pflanze ist das Maiglöckchen. Beim Maiglöckchen handelt es sich um eine Pflanze, die Herzglykoside beinhaltet, die in der richtigen Dosierung herzstärkend sind.

Die Pharmaindustrie verarbeitet die Wirkstoffe zu Medikamenten gegen Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen. Vor Selbstversuchen wird gewarnt.

Mittlerweile steht der Bärlauch auf der Liste der bedrohten Pflanzen und sollte nicht mehr gepflückt werden?

Lieben Sie das Bärlaucharoma?

Wer das Aroma des Bärlauchs mag, muss dennoch nicht auf ihn verzichten.

Wer ihn in seinen Garten anpflanzen möchte, findet auf  Märkten und in Gärtnereien Pflanzen und Samen.

Ebenso finden wir heute Bärlauchblätter in der Gemüseabteilung der Supermärkte oder auf dem Markt.

Fertigprodukte mit Bärlauch gibt es ebenfalls in Form von Pesto, Teigwaren, Pasta, Nudeln, Kräuterquark und Saucen.