Der Grundaufbau des Spaliers
16.Februar 2009 | Thema: Spalier im Weinberg
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Es gibt zweierlei Stützpfosten, die für den Rebberg erforderlich sind. Stütz Pfosten, welche den Draht tragen und leichtere Pfosten zur Abstützung jeder einzelnen Rebe.
Pfosten. Es gibt zweierlei Stützpfosten, die für den Rebberg erforderlich sind:
- 1.Stütz Pfosten, welche den Draht tragen und
- 2.Leichtere Pfosten, zur Abstützung jeder einzelnen Rebe

Die Stützpfosten für den Draht sind entweder aus Zement oder aus Metall. Die Stützpfosten für die Rebe sind vielfach (wie im Bild oben) aus Holz.
Um die Rebe zu stützen wird vielfach ein Holzpfosten eingesetzt. Dazu eigenen sich fäulnisbeständige Hölzer wie zum Beispiel die Robinie.
Die Stützpfosten welche den Draht tragen, sind ca. 6 x 6 cm breit. Je nachdem was für ein System angewandt wird, werden die Stützpfosten eingesetzt.
Wenn ein Rebberg hohen Windstärken ausgesetzt wird, müssen die Stützpfosten näher bei einander gesetzt werden, als bei einem Rebberg, der nicht viel Wind ausgesetzt ist.
Der Abstand ergibt sich auch aus der Bodenbeschaffenheit. Je härter der Boden ist, um so besser ist der Halt und die Belastbarkeit der Stützpfosten.
Draht. Die schwerste zur Befestigung der Weinreben angewandte Drahtstärke hat eine Dicke von 3 mm. Das häufig angewandte Durchschnittsmaß beträgt in der Regel eine Drahtstärke von 1.2 bis 2 mm. Die Drähte werden eher anhand des Gewichts, anstatt der Länge vermarktet, wobei eine 15 - 50 kg schwere Drahtrolle die Grundeinheit ist.

Es lohnt sich immer eine ganze Rolle zu kaufen, denn die Drähte müssen immer einmal ersetzt werden und so hat man auch schon einen kleinen Vorrat zur Hand, wenn man einen Draht braucht.
Es lohnt sich eine gute Drahtqualität zu kaufen. Zum Beispiel ein rostfreier Draht mit 18% Chrom und 10% Nickel, mit den Vorteilen der exzellenten Korrosionsbeständigkeit und geringer Dehnung.
Im Vergleich zum verzinkten Eisendraht dehnt sich dieser viel weniger. Darum muss er weniger nachgespannt werden und hält länger.
Anker. Um die Weinreben abstützen zu können, müssen die Drähte fest angezogen sein. Deshalb genügt es nicht, die Drähte einfach am Pfosten zu befestigen. Man muss den Draht in der Erde verankern. Das geschieht über einen Erdanker.

Am Ende der Spalierreihe wird der letzte Pfosten zusätzlich in der Erde verankert.
Der Erdanker weist an der oberen Seite eine Schlaufe auf, in der Draht befestigt werden kann. Über den Erdanker wird der Endpfosten gut positioniert, so, dass die Drähte im Spalier gut gespannt werden können.
Je nach Spalier müssen die Pfosten in einem Winkel von 15 Grad zur Senkrechten, aufgestellt werden. Somit werden die Pfosten in der Gegenrichtung der Zuglast des gezogenen Drahts verankert
Die Montage der Drähte. Um die Drähte zu montieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Je nach Stützpfosten, sind die Löcher oder Aussparungen bereits angebracht.
Um den Draht zu montieren, muss man ein Ende der Drahtrolle aufnehmen und es durch die unterste Aussparung des Endpfostens einziehen. Sobald der Draht zugeführt wird, fährt man mit dem Einziehen bis hin zum Ende der Zeile fort.

Am anderen Ende wird der Draht durch die Aussparung de anderen Endstrebe eingezogen und mindestens zweimal umgewickelt.
Der Draht muss dann zum allerletzten Mal mindestens 10 cm entlang, um sich selbst gewickelt werden.
Im Draht selbst werden dann zum spannen Drahtspanner eingesetzt. So kann man dem Draht einen schönen Zug geben und bei Bedarf nachspannen.