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Der Pfeffer

04.Juni 2009 | Thema: Mercanti | Schlagwörter: [9] | Vorheriger Mercanti-Beitrag: « Herbstbäckerei mit Kastanien | Nächster Mercanti-Beitrag: Die Vielfalt von Olivenöl »

pfefferDie Vorstellung ohne Salz und Pfeffer zu kochen, begeistert wenig. Und die mittelalterlichen Brei-Zeremonien dürften wirklich nur den Sinn gehabt haben, den Hunger zu stillen. Auch wenn mit dem Eigengeschmack des Lebensmittels argumentiert wird, mit verschiedenen Kräutern, die Mahlzeit aromatisiert wird, es fehlt etwas, wenn der Pfeffer fehlt. Andersherum genügen Pfeffer und Salz um eine Speise zu bereichern und essbar zu machen.

Was hat es mit dem Pfeffer auf sich?


Seit dem Altertum wird Pfeffer als Gewürz- und Arzneipflanze angebaut und war schon immer weltweit ein wichtiges Handelsobjekt.

Was haben Europäer auf sich genommen, an Kosten, an Zeit, an Erschwernissen und Gefahren um an das begehrte Gewürz zu kommen.

Denn seine Heimat war einst die Malabar Küste in Indien.

Von dort hat sich der Pfefferanbau dann rasch weiterverbreitet in andere südostasiatische Länder.

Indien ist auch heute noch eines der Hauptanbauländer, ebenso wie Indonesien, Malaysia und Brasilien.

Jährlich werden ungefähr 200 000 Tonnen Pfeffer produziert.

Dies zeigt, dass Pfeffer auch heute noch ein begehrtes Gewürz ist und nicht umsonst steht auf den Tischen vieler Restaurants Pfeffer und Salz.

Das ist man dem Kunden schuldig.

Was hat es mit der Frucht dieser südostasiatischen Kletterpflanze zu tun?

Der Pfefferstrauch rankt sich nach oben und kann in Höhen bis zu 7 Meter wachsen.

Wild können sie eine Höhe bis zu 13 Meter erreichen. Nach drei Jahren trägt die Pflanze erstmalig Früchte.

Bis zu dreimal kann im Jahr geerntet werden. Nennen wir es den Pfefferkick, die Pfefferbrise als krönenden Abschluss eines gelungenen Kochvorgangs, der die einstige Nahrungsaufnahme zu einem Erlebnis macht.