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05.Juni 2009 | Thema: Wein | Vorheriger Wein-Beitrag: « Wein und seine Geschichte | Nächster Wein-Beitrag: Die Wirkung des Weins »
Frankreich ist als Land des Weins bekannt. Wen wundert es daher, dass ihm auch beim Essen eine große Rolle zugesprochen wird? Was bedeutet „Le vin se marie“ ?Um eine optimale Kombination aus Essen und Wein herzustellen, muss sich
die Speise mit dem alkoholischen Getränk verheiraten, gibt die
französische Sprache an.
Von „Le vin se marie“, sprechen die Franzosen und halten sich dabei
an einige Grundregeln, nach denen sich diese spezielle Liebschaft
richtet: Rotwein zu Fleisch, Weißwein zu Fisch, trockener Wein vor
süßem, und Weißwein vor Rotwein.
Gilt auch bei der Weinauswahl, dass jede Regel eine Ausnahme hat?
Doch da uns bereits die Schule lehrte, dass fast jede Regel
Ausnahmen hat, trifft diese Weisheit auch bei der Auswahl des Weins zu.
Spricht man bei menschlichen Beziehungen davon, dass die große
Liebe nicht auf Äußerlichkeiten beruht, spielt dieser Aspekt auch bei
Weinen eine Rolle, weshalb Mut zu Experimenten belohnt wird.
Lohnen sich Experimente?
Lachs mit einem leichten Rotwein zum Beispiel. Gegen die
Grundregeln sprechen allerdings Fleisch mit Curry und Hummer mit
Mayonnaise: Hierbei sollten Rot- und Weißwein getauscht werden, um
einen runden Genuss zu garantieren.
Wie geht man beim Käse vor?
Schwieriger wird es bei der Weinauswahl zu Käse. Je härter die
Rinde des Käses, desto eher passt gerbstoffreicher Rotwein zu diesem
und je frischer der Käse, desto mehr Säure benötigt der Wein.
Doch wären diese Regeln zu einfach, wenn es nicht noch eine dritte gäbe: Je pikanter der Käse, desto süßer muss der Wein sein.
Ob man alle Regeln sinnvoll in Einklang bringen kann, ist fraglich.
Letztendlich kann man sich jedoch darauf verlassen, dass die
Kombination aus Essen und einem guten Tröpfchen am besten harmoniert,
wenn die Komponenten aus der gleichen Gegend stammen.