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Die Krankheitsbekämpfung

12.Februar 2009 | Thema: Pflege des Rebbergs | Vorheriger Pflege des Rebbergs-Beitrag: « Die Schädlingsbekämpfung | Nächster Pflege des Rebbergs-Beitrag: Die Unkrautbekämpfung »

Die Krankheiten können die Erträge der Trauben erheblich einschränken. Das Fortbestehen des Weinbergs kann nur mit Hilfe einer gezielten Krankheitsbekämpfung sichergestellt werden. Die Krankheiten können die Erträge der Trauben erheblich einschränken. Das Fortbestehen des Weinbergs kann nur mit Hilfe einer gezielten Krankheitsbekämpfung sichergestellt werden.

Die Krankheitsbekämpfung im Weinberg ist keine einfache Sache und verlangt viel Fingerspitzengfühl.

Zudem sind regionale Bestimmungen zu beachten. Denn während früher mit „grobem Geschütz“ aufgefahren wurde, gibt es Heute genaue Bestimmungen wie viel Wirkstoff pro Hektare ausgebracht werden darf.

Die Spritzmittel variieren zudem auch je nach Traubensorte und Wetter.

Trauben, bei denen die Früchte nah bei einander wachsen brauchen andere Spritzmittel als Trauben, bei denen die Früchte einen Abstand zu einnader haben.

Die am häufigsten verbreiteten Krankheiten werden nachstehend aufgeführt.

Schwarzfäule. Dieser Schimmelpilz befällt die Blätter, die Stiele und die Ranken im Laufe des Vorfrühlings. Zu den ersten Krankheitserscheinungen gehören kleine, braune oder schwarze Flecken, die allerdings keinen beträchtlichen Schaden anrichten.  

Der Schimmelpilz wird sich dann bis zur Frucht ausbreiten, dort wird er erst wenn die Beeren ungefähr halbwegs ausgebildet sind, sichtbar werden. Die befallenen Bereiche müssen beim Ausästen entfernt und vernichtet werden.

Botrytis.  Dieser Schimmelpilz befällt während der Blütezeit und wird erst später sichtbar. Die erkennbaren Krankheitserscheinungen sind braun verfärbte und verfaulende Beeren. Die befallenen Bereiche weisen graue Ansammlungen von Sporen auf.

Der Schimmelpilz kann bei Temperaturen von mehr als 35 Grad C nicht wachsen. Wird vorzugsweise durch Ausästen und pilztötende Mittel bekämpft. Um den Befall zu mindern, ist eine offene Belaubung die beste Möglichkeit, da die Luftzirkulation die Früchte hinreichend trocknet.

Anthrakose der Trauben.  Der Befall äußert sich durch hellgraue Mittelstellen und rotbraune Ränder der Früchte. Die Verletzungen der Stiele sind gleich gefärbt, eingekerbt, mit leicht aufgerichteten Rändern. Die befallenen Blätter rollen sich abwärts an den Blatträndern ein.

Falscher Mehltau.  Befällt alle grünen Teile der Rebe. Die Beschädigungen sind gelblich und ölig und verwandeln sich später in eckige, gelb bis rötliche Flecken.

Sämtliche befallen Bereiche, mit Ausnahme der älteren Frucht, werden bei feuchtem Wetter  mit weißem Schimmelpilz bedeckt. Zur Bekämpfung werden vor dem Aufblühen Spritzmittel angewandt.

Echter Mehltau.  Befällt alle grünen Teile der Rebe. Zu den Krankheitserscheinungen gehört ein weißer, pudriger Auswuchs auf den befallenen Teilen.  

Die befallenen und nicht vollkommen ausgereiften Beeren platzen auf und werden dann entweder austrockenen oder verfaulen. Sie können im Wein Fremdaromen verursachen.  Zur Bekämpfung werden, beginnend mit dem Blütenblattfall, Spritzmittel angewandt.

Phomopsis- Schwarzfleckkrankheit und die Rutenkrankheit. Die Blätter weisen kleine bleiche, unregelmäßig kreisförmige Flecken mit schwarzem Mittelpunkt auf.

Die Flecken können auch auf Adern und Blattstielen auftreten. Die befallen Früchte werden dunkelbraun und brüchig. Ein vorzeitiges Spritzen und richtig angewandtes Ausästen sind zur Bekämpfung dieser Krankheit entscheidend.


VORGEHESNSWEISEN ZUR KRANKHEITSEKÄMPFUNG

Zu diesen Vorgehensweisen gehören das Ausschneiden und das Spritzen. Mann muss bereit sein, alle diese drei Vorgehensweisen kombiniert durchzuführen.

Ausästen: Krankheiten, die in alten Ruten überwintern, können durch Ausästen und durch Verbrennung des gesamten Aufwuchs bekämpft werden. Die hinterbliebene Rebe sollte allein den gleichbleibenden Stamm enthalten.

Spritzen:  Das rechtzeitige Auftragen von pilztötenden Mitteln ist der Schlüssel dazu, wie das Spritzen zweckmässig zur Krankheitsbekämpfung eingesetzt werden kann. Der Erfolg als Winzer hängt von den erforderlichen Kenntnissen bezüglich der Spritzausrüstung und der Auftragung von Spritzmitteln ab.

STRATEGIEN ZUR KRANKHEITSBEKÄMPFUNG

Um innerhalb des Rebbergs Krankheiten und Schädlinge erfolgreich bekämpfen zu können, braucht man:

Grundkenntnisse über die Weinrebe, ihres Wachstums und ihrer Fortpflanzung, einschließlich ihrer Belastbarkeit und ihrer Anfälligkeit gegenüber verschiedenen Krankheiten und Krankheitsbekämpfungsmitteln.

Praktische Kenntnisse bezüglich der Biologie und der Lebensdauer des Pflanzen- und Tierreichs, das den Weinberg umgibt und darüber, wie diese Lebewesen in ihrem Umfeld gedeihen und nützlich sein können.
 
Kenntnis über die anbaubedingten, biologischen und chemischen Kontrollstrategien, die zur Traubenzüchtung angewandt werden können sowie hinsichtlich ihrer wirksamen Umsetzung.