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Die Unkrautbekämpfung

13.Februar 2009 | Thema: Pflege des Rebbergs

Bei der Unkrautbekämpfung hat zum Teil ein Umdenken stattgefunden. Während früher generell das Gras weggespritzt oder umgepflügt wurde, so geht der Trend dahin, dass das Gras stehen gelassen wird und mehrmals geschnitten wird. Denn die Winzer haben bemerkt, dass der Graswuchs im Rebberg das wegschwemmen der fruchtbaren Bodenschichten verhindert.

Allerdings bietet das Wachsen von Unkräutern und Gräsern nicht nur Vorteile.

Die Gräser und Kräuter sind erwünscht, müssen aber kontrolliert werden.

So sollte man Brennesseln und Disteln nicht versamen lassen. Weil sich diese schnell ausbreiten, entziehen sie den Rebstöcken wichtige Nährstoffe.

Um den Unkrautbestand im Griff zu halten, werden meistens im Frühling sparsam chemische Mittel eingesetzt.

Neben dem besseren Halt für den Boden, geben die Gräser und Blumen auch Lebensraum für die Raubmilbe oder den Marienkäfer, welche  Schädlinge wie den Sauerwurm oder den Traubenwickler bekämpften.

Das geschnittene Gras wird liegen gelassen und gelangt so wieder zurück in den natürlichen Kreislauf.

Auch wird vielfach das geschnittene Holz bis im Frühling liegen gelassen und dann im Weinberg gehäckselt und verteilt.

So entsteht über die Jahre hinweg eine solide Humusschicht die Nährstoffreich ist.

Die organische Substanz wird durch umpflügen in den Boden gebracht.

Sobald man das beständige Wachstum des Unkrauts beseitigt hat, bleibt nur noch die Vorbeugung des Wachstums derjenigen, die sich anhand von Samen fortpflanzen, übrig.

Die Unkrautbekämpfung kann das eigentliche Wachstum der Reben beeinflussen. Zuviel Unkraut und die Überwucherung der Erträge können die Wasserversorgung der Rebe mindern und ihr Wachstum einschränken.

Die gemeinsam mit der Bekämpfung der Überwucherung durchgeführte Unkrautbekämpfung wird die Wasserversorgung des Bodens um größere verfügbare Wassermengen steigern und, dadurch, das Wachstum der Rebe fördern.  

Saubere, unkrautfreie, um die Reben herum gelegene Räume werden ebenfalls die Temperaturen der Standorte, in denen der Frost Probleme bereitet, erhöhen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Unkrautbekämpfung um die neu bepflanzten Reben herum.  

Sie sind:  
  • 1.Von Hand
  • 2.Maschinell,
  • 3.Chemisch,
  • 4.Mulchtechnik  
  • 5.Die Zusammenstellung einer mehrerer Verfahren.  

Von Hand.  Die Verwendung von Hacken und das von Hand durchgeführte Jäten ist ein im Weinberg angemessenes Verfahren und ist für die guten Ergebnisse bezüglich des Größenwachstums der Reben bekannt. Das ist aber eine sehr aufwändige Arbeit.

Maschinell. Wird mit verschiedenen Arten von Ausrüstungen durchgeführt, darunter mit Pflügen, gegendrehenden Schaufeln, Ackerfräsen usw.

Im grossen Zwischenraum der Spaliere funtioniert das maschinelle Unkraut jäten gut. Aber in der Nähe der Rebe ist das zu Gefährlich und muss von Hand gemacht werden.

Mulchtechnik.  Es gibt eine Vielzahl von Materialien, die zum Mulchen angewandt werden können. Dazu gehören Streifen aus schwarzem Kunststoffmulch, Stroh, Grasabfall,  geschnitzelte Rinde und mit Steinen befestigtes Zeitungspapier. 

Die Verwendung von schwarzer Kunststoffmulche hat, Erfahrungsgemäß, keine besseren Ergebnisse, als die Verwendung von Unkrautbekämpfungsmitteln hervorgebracht

Darüber hinaus gibt es Schwierigkeiten bei der Handhabung der Zeilenmitten des Rebbergs am Ende des Kunststoffmulchs und noch wichtiger als das, muss das Material alle 1 bis 2 Jahre entsorgt werden.
 
Unkrautvernichtungsmittel.  Das Anwenden von Unkrautvernichtungsmitteln ist keine einfache Aufgabe.  Die Mittel müssen richtig dosiert werden und dürfen der Rebe nicht schaden.

Im Frühling ist es zum Beispiel möglich durch das Sprühen von Kontaktmitteln, das über die Blätter aufgenommen wird und das Blattgrün vernichtet, die unerwünschten Pflanzen zu entfernen.

Damit die Unkrautvernichtungsmittel überhaupt fachgerecht ausgebracht werden können, braucht es auch eine entsprechende Ausrüstung.

Unkrautvernichtungsmittel sind giftig!