Die Wahl der Rebsorten
25.Februar 2009 | Thema: Planung des Rebbergs

Bevor Sie die richtige Rebsorte wählen können, müssen Sie zuerst die Klimabedingungen und die Bodenbeschaffenheit abklären.
Eine Klimaklassifikation ist eine Kennzahl, die einem bestimmten Gebiet zugeordnet wird. Es gibt eine Reihe von Einflussgrößen, die zu dieser Zuordnung beitragen. Eine dieser Einflussgrößen ist die durchschnittliche Mindesttemperatur.
Je nach Land gibt es Landkarten die zum Beispiel nach “a”- und “b”- Klassifikationen eingeteilt sind. Das Landwirtschafts Amt in Ihrer Nähe kann Ihnen die neuste und genaueste Klassifikation zur Verfügung stellen.
Die Kenntnis der durchschnittlichen Wachstumszeit wird Ihnen bei der Wahl der anzubauenden Rebsorte behilflich sein. Während die Bodenbedingungen verbessert und angepasst werden können, so sind andererseits die Witterungsbedingungen recht beständig und deshalb ist man ihnen ständig ausgeliefert.
Deshalb tragen die Kenntnisse darüber, welche der Rebsorten sich, gemäß der Klimaklassifikation Ihres Anbaugebietes, als erfolgreich erwiesen haben, zur Erhöhung der Wahrscheinlichkeit Ihres Erfolgs bei.
Sämtliche Rebsorten brauchen genügend, Sonnenlicht, Wasser und Pflege. Deshalb ist es wichtig für Sie, dass Sie eine Rebsorte wählen, welche in Ihrer Klimazone gedeiht. Eine falsche Wahl kann sonst zu einer Katastrophe führen.
Unabhängig davon, wie fachkundig der Winzer sein mag, wird die Gesamtqualität des Weins von der Qualität der Weinrebe und des Bodens bestimmt.
Ihre Wahl der anzubauenden Rebsorten wird ebenso von der Weinsorte, die Sie herstellen möchten bestimmt. Möchten Sie Weiß- oder Rotwein herstellen? Die Wahl wird größtenteils von Ihrem Geschmack und Ihren Vorlieben, sowie den Absatzmarkt, den Sie beliefern möchten bestimmt.
Unter den drei wichtigsten Rebengattungen, die innerhalb der Weinherstellung weltweit eingesetzt werden, ist die Vitis vinifera die am meisten verbreitete – sie wird in 99% der weltweiten Weinherstellung angewandt. Laut Schätzungen, gibt es Tausende von Abarten dieser Rebengattungen: wobei der Cabernet Sauvignon, der Chardonnay, der Chenin Blanc, der Merlot, der Pinot Noir, der Riesling, der Sauvignon Blanc, der Syrah und der Zinfandel zu den bekanntesten zählen.
Eine lange, heiße Wachstumszeit und ein milder Winter sind zur Züchtung dieser Rebengattung erforderlich, allerdings ist diese Stammkultur ziemlich belastbar und kann daher fast auf der ganzen Welt angepflanzt werden
Eine weitere stark verbreitete Rebengattung, die insbesondere im Nordosten der Vereinigten Staaten und in Kanada gezüchtet wird, ist die Vitis Larusca. Zwar stammt die Concord- Rebsorte von dieser Rebengattung ab, dennoch wird sie meist als minderwertige Rebsorte betrachtet, weil ihr nachgesagt wird, den Weinen eine moschusartige Beschaffenheit zu verliehen, die wiederum den Weinkennern missfällt.
Die Vitis rotundifolia (auch als Muscadinia bekannt) ist die dritte weit verbreitete Rebengattung die zur Weinherstellung angewandt wird. Die Muscadinia bringt recht süßliche Trauben hervor- die insbesondere zur Herstellung von Dessertwein geeignet sind. Forscher sagen, dass sie mehr Antioxidantien als Rotwein enthalten.
Wein kann auch aus mehreren Traubensorten hergestellt werden. Das Verschneiden von Trauben kann vorzügliche Weine hervorbringen.
, wie z.B. der aus Norditalien stammende, in den Weinanbaugebieten Lazio und Toskana hegestellte
Wie zum Beispiel der Verschnitt aus Cesanese, Sangiovese und Montepulciano, welcher zum Beispiel in der Toskana hergestellt wird.
Eine weitere maßgebliche Einflussgröße bei der Wahl der Rebsorte ist der Wurzelstock. Denn dieser untere Teil der Weinrebe ist für die Fortpflanzung und die Krankheitsbekämpfung verantwortlich. Es befestigt die Pflanze und führt der Pflanze die Nährstoffe zu.
Die Wahl des richtigen Wurzelstockes kann heute einfach auf Grund der Bodenanlyse bestimmt werden.
Die meisten Rebstock Züchter geben auf Ihre Pflanzen eine Garantie.