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Geh doch dort hin, wo der Pfeffer wächst

04.Juni 2009 | Thema: Mercanti | Schlagwörter: [9] | Vorheriger Mercanti-Beitrag: « Die Vielfalt von Olivenöl | Nächster Mercanti-Beitrag: Von wegen nur Olivenöl »

Nichts lieber als das, könnte man zu dieser Verwünschung sagen, denn schliesslich ist der Pfeffer unser beliebtestes Würzmittel. Und da, wo der Pfeffer herkommt, ist es doch sehr nett. Seine ursprüngliche Heimat, bevor er sich in viele Länder Südostasiens verbreitete, war Indien. Auch heute noch wächst dort die Pfefferpflanze, bei der es sich um ein Rankgewächs handelt, dass eine Höhe von bis zu ca. 7 Meter erklimmen kann.

Hingehen, wo der Pfeffer wächst, war einst sehr beschwerlich.

Es war gefährlich, ob zu Wasser oder zu Land und kostete viele Menschenleben und vielleicht ist das auch ein Grund, dass wir ihn auch heute noch sehr schätzen und er in fast keinem Gericht fehlen darf.

Ist Pfeffer das populärste Würzmittel?


Auch wenn es heute wesentlich einfacher ist, die pfeffrige Köstlichkeit nach Europa zu bringen, schätzen wir sie immer noch.

Der Pfeffer ist das populärste Würzmittel. Dabei unterscheiden wir den grünen, den weissen und den schwarzen Pfeffer.

Wer nun meint, dass es sich um drei verschiedene Arten der Pfefferpflanze handelt, der täuscht sich.

Die Fruchtreife zum Zeitpunkt der Ernte sowie die Behandlung der Früchte sind entscheidend.

Unreife Früchte sind nun einmal grün und so ist das auch beim Pfeffer.

Grüner Pfeffer ist als die unreife Frucht, die allerdings noch entweder gefriergetrocknet wird oder in Salzlake bzw. Essig gelegt.

Der weisse Pfeffer wird durch die fast schon überreifen Pfefferkörner gewonnen. Bei der Ernte werden sie dann noch von der Schale befreit.

Die schwarzen Pfefferkörner, sind nun endlich die, die im genau richtigen Zeitpunkt der Reife geerntet werden.

Allerdings werden sie nach der Ernte getrocknet, was ihre Schrumpeligkeit erklärt.

So erhalten wir also drei Variationen der einen Frucht und können damit pfeffrig Würzen, was unser Herz begehrt.

Wie wendet man den Pfeffer an?

Ursprünglich empfahl man dem Pfeffer ähnlich dem Wein: hell zu hell, also helles Fleisch zu weissem Wein und roter Wein zu rotem Fleisch.

Das hat sich auch heute beim Pfeffer geändert.

Durch die multikulturelle Essvielfalt experimentiert man mehr mit den drei Pfeffervariationen oder eignet sich diverse Würzvarianten aus anderen Ländern an.

Traditionell kann man natürlich bei weissem Pfeffer für Fisch und schwarzem Pfeffer für Fleisch nichts verkehrt machen.

Aber was, kann man beim Pfeffer würzen auch schon falsch machen?

Höchstens ein bisschen zu viel erwischen. :)