Muss es immer Knoblauch sein? Oder wie wäre es mit Bärlauch?
20.April 2009 | Thema: Essen & Genuss

Kennen Sie die Frühlingspflanze Bärlauch? Und kennen Sie die
verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten? Ist der Bärlauch auch eine
Heilpflanze?
Der Bärlauch gehört zu den Zwiebelgewächsen (Alliaceae). Sein Aussehen verrät bereits die Verwandtschaft zu Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Auch der, dem Knoblauch ähnliche Geruch, lässt auf die Verwandtschaft mit dem Knoblauch schliessen.

An warmen Frühlingstagen verströmt er in Natur und Gärten seinen knoblauchähnlichen Duft. Er liebt schattige Hanglagen und lockere, feuchte Lehmböden. Man findet ihn in weiten Teilen Europas und im Norden Asiens. Er benötigt eine Frostperiode um auszutreiben, da er ein so genannter Kaltkeimer ist.
Im Vergleich zum Knoblauch ist sein Aroma etwas milder. Obgleich er eine alte Küchen- und Heilpflanze ist, wurde er erst in den letzten Jahren wieder mehr geschätzt.
Sein knoblauchähnliches Aroma bereichert viele Salate und Saucen. Bekannt sind die Bärlauchsuppe, Nudelgerichte und Teigwaren mit Bärlauchgeschmack. Beliebt ist auch das Bärlauch-Pesto und Pasta mit Bärlaucharoma.
Ist Bärlauch auch eine Heilpflanze?
Bereits die Kelten kannten den Bärlauch. Die Römer nannten den Bärlauch „Herba salutaris“, womit sie ihn bereits als Heilkraut klassifizierten.

Noch gibt es wenige, wissenschaftliche Belege über die Heilwirkungen des Bärlauchs. In der Volksmedizin hat der Bärlauch jedoch seinen Platz. Er gilt als pflanzliches Antibiotikum, soll den Bluthockdruck senken und bei Arteriosklerose helfen, ähnlich dem Knoblauch.
Bei Verdauungsstörungen wie Appetitlosigkeit, Blähungen oder Durchfall soll er hilfreich sein.
Der Bärlauch ist eine Gewürzpflanze mit viel Vitamin C, Mineralstoffen und Spurenelementen. Die Inhaltsstoffe und Heilwirkungen ähneln sehr dem gesunden Knoblauch.
Wer Bärlauch und Bärlauchprodukte zu sich nimmt, geniesst doppelt. Zum einen das wohlschmeckende Aroma und zum anderen das Wissen, dass man etwas für seine Gesundheit getan hat.