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Paprika – Welche meinen Sie?

19.Juli 2009 | Thema: Mercanti | Schlagwörter: [9] | Vorheriger Mercanti-Beitrag: « Cacao und seine Wirkungen | Nächster Mercanti-Beitrag: Antipasti, mit einem Hauch Aceto Balsamico »

paprikaAn Vielfalt ist sie kaum zu überbieten, auch wenn zuerst nur an die rote und grüne Gemüsepaprika gedacht wird. Die Paprika gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, wie die Tomate, Aubergine und Kartoffel.

Sie hat viele Namen, denn aus der vermuteten ursprünglichen Pflanze der Gattung Capsicum haben sich viele Sorten und damit auch viele Verwendungszwecke entwickelt.

Wollen wir etwas Ordnung in die Vielfalt der Paprikasorten bringen, unterteilen wir sie am Besten nach ihrer Verwendung.

Die Paprika als Gemüse

Von Paprika spricht man meist, wenn wir von der Gemüsepaprika sprechen, die zu Salaten und Gemüsegerichten verarbeitet wird.

Hier ist nicht die Schärfe ausschlaggebend, denn denken wir an die Peperoni, könnten wir sie aufgrund ihrer Schärfe auch als Gewürz verwenden.
pepperoni-paprika

Die Paprika ist in den meisten Küchen dieser Welt zu finden. Besonders in warmen Regionen nutzt man die scharfe Würze mancher Paprikaarten.

Das in der Paprika enthaltene Capsaicin  fördert die Schweissbildung, wodurch die Körpertemperatur gesenkt wird und ein Kühlungseffekt eintritt.

In der französischen Küche werden dagegen gerne die milden Paprikasorten verwendet. Das bekannte Ratouille wäre ohne Paprika undenkbar.

Die Paprika als Gewürz

Der Begriff Chili muss fallen, wenn wir von Paprika als Würze reden, gefolgt von rotem Pfeffer oder Cayennepfeffer, bei denen es sich um getrocknete Paprika handelt und die nur aufgrund eines Irrtums als Pfeffer bezeichnet wurden.

Als Würze wird Paprika heute meist zu Paprikapulver verarbeitet. Damit werden zahlreiche Teigwaren aromatisiert wie Pasta mit Paprikaaroma.

Ebenso wie bei der Sortenvielfalt gibt es auch hier viele Wahlmöglichkeiten von Rosenpaprika über edelsüss bis pikant und den bereits erwähnten Chili.

Trendsetter sind die aus Paprika hergestellten Saucen und Würzpasten.

Die Paprika in der Medizin

Bereits die Ureinwohner ihrer südamerikanischen Heimat nutzten die Paprika als Heilmittel.

Sie soll gegen Zahnschmerzen und Arthrose helfen.  Heute nutzt man die Wirkungen der Paprika für die ABC-Pflaster um rheumatische Schmerzen zu lindern.