Pfeffer – mehr als ein Gewürz
09.April 2009 | Thema: Essen & Genuss
Heute ist der Pfeffer wie ein gesetzter Veteran in unserem Gewürzregal.
Salz und Pfeffer ist die Basis für die Mehrzahl der Gerichte, die in
der Küche zubereitet werden.
Pfeffer – mehr als ein GewürzSeit dem Altertum wurde der Pfeffer bereits in seiner Heimat Südwestindien, angebaut. Dort war der Pfeffer mehr als ein Gewürz.
Der Pfeffer wurde auch als Arzneipflanze verwendet und letztendlich waren diese beiden Verwendungszwecke und auch der lange und gefährliche Transport nach Europa für seinen Wert verantwortlich sein.
PfefferkriegeDer Handel mit Pfeffer war sehr einträglich. Und so führten Städte wie Venedig und Genua lange Kriege um das Pfeffermonopol.
Die Grundlage für den immensen Reichtum früherer Handelskompanien zwischen Indien und England oder Holland war vor allem die Handelsware Pfeffer.
Schliesslich wurde Pfeffer wie Edelmetall gehandelt. Man konnte Pacht und Schulden bezahlen und auch Lösegelder in Form von Pfefferschoten wurden akzeptiert.
Pfeffer gegen die PestDas Würzen von Pfeffer wurde im Mittelalter als Prävention gegen die Pest gesehen. Und so kam es zu einer wahren Pfeffersucht.
Auch wenn der Pfeffer als wertvolles Gewürz nicht unbedingt die Speisen des einfachen Mannes würzte, wollte jeder sich mit der scharfen Würze vor der Pest schützen.
Unmengen von Pfeffer wurden verzehrt. Kein Gericht ohne Pfeffer, wer es sich leisten konnte. Als die Pestseuche ab ebnete, sank auch der Pfefferverbrauch auf ein normales Mass.
Der PfeffererHeute zeugen noch viele Nachnamen von der Bedeutung des Pfeffers.
Wir finden noch Namensbezeichnungen wie Pe(p)per, Pfefferer, Pfefferle oder Pfeffermann, die alle auf einstige Berufe hinweisen, die mit dem Pfeffer zu tun hatten.
Pfeffer wird auch heute noch geschätztAuch wenn der Boom um den Pfeffer abgeflacht ist und wir nicht mehr süchtig nach Pfeffer sind, schätzen wir Pfeffer heute immer noch als Würze.
Pfeffer fehlt in keinem Haushalt. Wer sein volles Aroma geniessen will, sollte Pfeffer immer ungemahlen kaufen und ihn selbst mit einer Pfeffermühle oder einem Mörser mahlen, denn gemahlener Pfeffer verliert zu schnell an Aroma.