Reis und Reisanbau
12.April 2009 | Thema: Essen & Genuss
Seit Jahrtausenden wird Reis kultiviert. Er ist Grundnahrungsmittel für
die Hälfte der Menschheit und zählt zusammen mit Weizen, zu den am
meisten konsumierten Getreidesorten weltweit.
Seinen Ursprung hat der Reis in China am Mündungsdelta des Jangtse-Flusses. Vor ca. 7000 Jahren wurde hier begonnen, die wilde Reispflanze zu kultivieren. 3000 Jahre nach seiner Entdeckung breitete er sich im asiatischen Raum aus.
Erst ca. 300 Jahre v. Chr. verbreitete sich das Wissen um die Reiskultur weiter westwärts. Mit Alexander dem Grossen sowie der Maurenherrschaft auf der iberischen Halbinsel erreichte der Reis schliesslich Europa.
Reis wird heute in fast jedem Teil der Erde angebaut. Seine Heimat Asien bleibt dabei jedoch das wichtigste Anbaugebiet mit ca. 90 % der gesamten Weltproduktion. In Europa gilt die italienische Po-Ebene als bedeutendstes Reisanbaugebiet.
Wir kennen weissen Reis, Langkornreis und Rundkornreis. Auch der Basmatireis wird immer bekannter und beliebter. Milchreis ist für viele Süssspeisen eine willkommene Zutat. Aber wer hätte gedacht, dass es über 8000 verschiedene Sorten Reis gibt!
Nicht umsonst ist der Reis Grundnahrungsmittel, denn die Reisstärke liefert viele Kohlenhydrate. Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Kalium, Niacin und Riboflavin sind ebenfalls im Reiskorn enthalten.
Wichtig beim Kauf ist, Braunreis, biologisch angebauten Reis oder angereicherten Reis zu erwerben. Weissem Reis ohne Anreicherung wird durch die Verarbeitung viele Nährwerte und Vitamine entzogen.
Schliesslich wirken die im Reis enthaltenen B-Vitamine beruhigend und können Glücksgefühle auslösen. Wer möchte denn darauf verzichten?