Schweizer Wein
27.Juli 2009 | Thema: Wein
Die Römer brachten den Weinbau in die Schweiz. Das war zur Zeitenwende. Wie steht es mit dem Weinbau heute in der Schweiz?
Es waren die Römer, die die ersten Rebstöcke im Raum Basel und Windisch pflanzten.
Der Weinbau wurde auch nach Ende des Römischen Reiches fortgesetzt.
Später setzten die Klöster den Weinbau fort, wie Mönche aus dem Burgund, die das Kloster St. Maurice bei Aigle im Kanton Waadt gründeten.
Im Mittelalter kultivierten die Zisterzienser auch in der Schweiz, wie überall in Europa den Weinbau.
So entstand das Kloster Hautcrèt Palézieux, später entstanden die ersten terrassierten Weingärten am Genfer See im Kanton Waadt.
Der Weinbau nahm bis ins 18. Jahrhundert stetig zu. Im Jahr 1850 werden 35.000 Hektar Rebflächen gezählt. Das ist mehr als das Doppelte der heutigen Weinbaufläche.
Durch Mehltau und Reblaus litt auch der Schweizer Weinbau, ebenso wie andere europäische Weinbauregionen. Gleichzeitig erhöhte sich die Konkurrenz im Weinbau.
Passt das zusammen Berge und Weinbau?Nach Albanien ist die Schweiz das gebirgigste Land Europas.
So ist der Weinbau stark von den Alpen geprägt, obgleich die
Rebflächen an den drei grossen Flusstälern Rhein im Norden, Rhône im Westen und Po im Süden liegen.
Entlang der vielen Seen befinden sich viele terrassierte Weinbauflächen, die sich auf Gletschermoränen befinden. Im Kanton Wallis befinden sich auf 1.100 Meter Höhe noch Weingärten. Sie zählen zu den höchstgelegenen der Welt.
Die Weinbau-Regionen der SchweizDie Schweiz wird in drei Weinbaugebiete unterteilt. Das ist die Westschweiz, auch französische Schweiz genannt mit 3/4 der Rebfläche, die Ostschweiz, auch deutsche Schweiz genannt, welches das kleinste Weinbaugebiet ist und dass Tessin im Süden, das auch als italienische Schweiz bezeichnet wird.
Die Kultur der angrenzenden Länder prägte auch den Schweizer Weinbau. Die Schweizer Weinkultur hat heute vielfältige deutsche, italienische und französische Einflüsse.
Rote Rebsorten wie Pinot Noir, Gamay und Merlot belegen etwas mehr als die Hälfte der gesamten Weinbaufläche.
Chasselas dominiert eindeutig die weissen Sorten, dem der Müller-Thurgau folgt.
Wie im Tessin (Italienische Schweiz) der Merlot bevorzugt angebaut wird, wird der Pinot Noir fast als Monokultur in der Ostschweiz (Deutschschweiz) angebaut
In den Kantonen Wallis und Waadt gibt es die meisten Rebflächen.
Kennen Sie Schweizer Weine?Im Jahre 2004 wurden knapp 1,2 Millionen Hektoliter Wein produziert. Dabei handelt es sich um Wein in den verschiedensten Varianten, die ausgezeichnete Qualitäten aufweisen.
Der Schweizer Wein wird fast ausschliesslich im eigenen Land konsumiert.
Eine grössere Menge Wein wird zusätzlich in die Schweiz importiert, so dass wenig Wein exportiert wird und der Schweizer Wein wenig bekannt ist.