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Senf, die heilende Schärfe

21.April 2009 | Thema: Essen & Genuss | Vorheriger Essen & Genuss-Beitrag: « Wie konserviere ich Basilikum? | Nächster Essen & Genuss-Beitrag: Pilzgenüsse »

senfVielleicht erinnern Sie sich noch an Senf, als Heilmittel aus Omas Zeiten? Senf  war vor Jahrhunderten in erster Linie als Heilmittel bekannt, bis die Römer sozusagen auf den Geschmack kamen und ihn als Speisewürze verstärkt verwendeten.

Der Weg, den der Senf dann gegangen ist, ist weitest gehend bekannt. Vor allem in Frankreich und in Dijon, der ehemaligen Senfmetropole, drehte sich alles um den Senf.

Ist der Senf auch heute noch ein Heilmittel?

Bereits die antiken Ärzte verwendeten Senf. Schon damals wurde er als Heilmittel für die Verdauungsorgane verwendet aber auch gegen Hysterie, Schlangenbisse und um die Beulenpest zu behandeln.

Heute unterscheidet man eine innere und eine äussere Anwendung.

senf-koerner

Senf für die innere Anwendung

Als Würzpaste verwendet, landet er am richtigen Platz um die Produktion der Verdauungssekrete im Magen und Darm günstig zu beeinflussen und die Gallensaftbildung und die Darmbewegung anzuregen. So trägt Senf zur besseren Verwertung von Fett und Eiweiss bei.

Dabei wirkt er sich auch auf den Blutdruck regulierend aus. 
Senf hat auch eine antibiotische und eine entzündungshemmende Wirkung.

Senf für die äussere Anwendung

Empfohlen wird Senf bei Lungenentzündung, Bronchitis, Brustfell- und Rippenfellentzündungen, Gelenkentzündungen, Rheuma, Ischias, Muskelschmerzen und auch bei Kopfschmerzen. Selbst bei Augen- und Ohrenschmerzen soll er helfen.

Bekannt und praktisch sind dabei Senfpflaster, die einfach aufgelegt werden.

Noch aus Grossmutter Zeit sind die immer noch bewährten Senfwickel bekannt. Dabei rührt man aus gemahlenen Senf-Samen und lauwarmem Wasser einen Senfteig zusammen.

Die Paste wird dann auf einen Verband gestrichen, der dann auf die betreffende Stelle gelegt wird und mit einem Leinentuch abgedeckt wird. Augen- Ohren- und Kopfschmerzen werden jedoch mit einem Senfwickel behandelt, der am Nacken angelegt wird.

Falls es an der betreffenden Stelle zu brennen beginnt, sollte der Senfwickel abgenommen werden und die Stelle mit lauwarmen Wasser gewaschen werden, da sich sonst Blasen bilden können.

Senf ist immer noch ein gutes Heilmittel, man muss nur mit seiner Schärfe umzugehen wissen.