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Sprechen Sie Nudel-Latein?

19.Juli 2009 | Thema: Mercanti | Schlagwörter: [9] | Vorheriger Mercanti-Beitrag: « Basilikum- Von der Zauberpflanze zum Pestokraut | Nächster Mercanti-Beitrag: Cacao und seine Wirkungen »

pastaMehr als 300 verschiedene Arten von Pasta soll es geben, breit und platt, lang und schmal, gefüllt oder hohl.  Haben hier die Nudelbäcker ihrer Phantasie, freien Lauf gelassen?

Betrachten wir die verschiedenen Formen in denen uns die geliebt Pasta serviert wird.

Oder betrachten wir im Supermarkt alleine nur die gängigen Nudelsorten wie Cannelloni, Spaghetti, Lasagne, Makkaroni, Penne, Tagliatelle und Tortellini z. B., dann füllt das auch bereits, ganze Regale.  

Welche Pasta-Form bevorzugen Sie?

Auch wenn es regional und persönlich unterschiedliche Vorlieben für Pastaformen gibt, hat es gute Gründe, dass eine bestimmte Pasta zu bestimmten Saucen besonders gut zusammenpasst.

Vorrangig ist nämlich, wie gut eine Pastasorte eine Sauce aufnehmen kann.

Für die röhrenförmige Pasta „Penne“ darf es auch einen dickeren Sugo sein, denn sie nimmt Saucen gut auf.

Für dünne, glatte  Saucen wählt man traditionell eher flache oder lange Pastasorten wie Linguine, Trenette oder Vermicelli.

Neben der Tradition sind natürlich auch Experimente rund um die Pasta beliebt und erlaubt, denn alleine die verschiedenen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen laden ja zum Ausprobieren ein.

Sind Sie ein Nudelkenner oder sprechen sie italienisch?

Dass der Name der Pasta mit seiner Form und Beschaffenheit zu tun hat, ist nicht schwer zu erraten. Dabei ist es gar nicht so schwer, das Pasta-Latein zu verstehen.

Ein Name, der auf –ricce endet, bedeutet, dass die Pasta einen welligen Rand hat, -midi bedeutet, dass sich die Enden zu Nestern formen, -rigate bedeutet geriffelt und –lisce deutet auf eine glatte Oberfläche hin.

Wer aus dem Italienurlaub ein paar Brocken italienisch parat hat, der kann sich unter manchem Namen dann sogar schon etwas vorstellen.

„Orecchiette“ sind z. B. kleine Ohren, „Ditali“ sind kleine Finger, „Eliche“ sind Propeller und „Conchiglie“ sind Muscheln.

Auch die Grösse wird im Namen beschrieben. So sind Conchiglioni, Pasta in grosser Muschelform und  Conchiglie ist die kleine Muschelversion.

Die Pasta hat nicht nur verschiedene Namen, sondern auch verschiedene Geschmacksrichtungen.

Es gibt Kräuterpasta, Safran UrDinkel Pasta,Spinat Pasta, Inka Pasta, Mohn Safran Pasta und so weiter.

Nicht vergessen darf man dabei auch, dass die Namen von Region zu Region etwas unterschiedlich sind, was dem einen seine Cotelli sind, sind dem anderen die Cavatappi.

Auch die Hersteller verwenden manchmal unterschiedliche Pastanamen.

Doch einen echten Pasta-Fan kann das wenig erschüttern. Schliesslich interessiert die Pasta und nicht der Name.