Weine aus Italien - Eine Reise II
02.März 2009 | Thema: Wein
Weine aus Norditalien weisen ein grosse Vielfalt auf. Die Brenner-Autobahn ist eine schnelle Verbindung nach Italien. Mit
seinen Weinanbau, der in Südtirol eine ca. 2000 Jahre alte Tradition
hat, sind die Weinhänge zu beiden Seiten eine gute Einleitung für das
Weinland Italien.
Welches ist die wichtigste Traubensorte im Südtirol?
Für den Südtiroler Weinbau ist die Vernatsch-Traube die wichtigste Sorte. Die als einfach geltenden Weine findet man im Supermarktsortiment und werden aber in den Südtiroler Regionen beim Zechen am Stammtisch am Liebsten selbst getrunken.
chardonnayAber auch Sauvignon Blanc und Chardonnay werden vinifiziert.
Immer stärker erleben hier nun auch alte Sorten wie Traminer, Weissburgunder und Lagrein ein Comeback und werden wieder vermehrt angebaut. Hat der Wein der Südtiroler Weinberge Zeit auszureifen, entstehen durchaus sehr gute Weine, die nichts mit den billig anhaftenden Zech-Weinen zu tun haben.
Bleiben wir noch ein bisschen im nördlichen Italien und versuchen uns nicht mit den fruchtigen Weissweinen zu beschäftigen, die im Trentino und im Nordosten angebaut werden.
Auch wenn sich das Valpolicella-Gebiet zu einem Massenanbaugebiet entwickelt hat, kann man doch in den hügeligen Lagen noch schmelzig-fruchtige Rotweine mit eigenen Charakter finden.
Bevorzugte Sorten sind hier Corvina, Rondinella und Molinara. Ein Veroneser Spezialwein ist, der aus teilgetrockneten Trauben erzeugte Amarone. Erwähnenswert für Rotweinliebhaber ist der Nordosten Italiens trotz allem Weinwein.
Denken wir nur an die Region Friaul-Julisch-Venetien. Hier finden sich neben der weissen Sortenvielfalt auch interessante rote Reben. Hochwertige Merlots und etwas selten aber doch auch Cabernet Sauvignons haben Rotweintrinker ihren Blick in dieses Gebiet richten lassen.
Alte Sorten werden wieder angebaut, wie z. B. Schioppettino, Pignola, Refosco und Tazzelenghe, deren Weine allerdings nicht in grossen Mengen vertrieben werden. Trotz aller Urwüchsigkeit werden sie oft zu sehr feinen Weinen.
Auf einer Weinreise durch Italien kann man sich nicht allen Weingebieten widmen, zu gross ist die Vielfalt. Eine Erleichterung ist es schon, wenn man seinen Blick teilt und sich nur den roten Tropfen oder dem Weisswein widmet.
Als Land des Weines wird fast überall Wein angebaut. Wer die Möglichkeit hat, das Land zu bereisen, sollte die Chance wahrnehmen und auch die kleinen Weingüter besuchen, die oftmals nicht oder wenig bekannt sind, was allerdings nicht an der Qualität liegt sondern allein an der Vielfalt und auch an der Masse an Wein, was dieses Land hervorbringt.
Wer vom Norden aufbricht um auch den Süden zu bereisen, sollte einen Stop in Umbrien einlegen, der einzigen italienischen Verwaltungszone, die keinen Zugang zum Meer hat.
Den Bekanntheitsgrad seiner Rotweine verdankt Umbrien vor allem der Familie Lungarotti, die mit ihrer Riserva Monticchio schon früh Qualitätsstandards gesetzt hat. Als bester Wein Umbriens gilt derzeit der Sagrantino.
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