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Weine aus Italien - Eine Reise III

01.März 2009 | Thema: Wein | Vorheriger Wein-Beitrag: « Weinanbau in Spanien, genussreicher Fleckenteppich | Nächster Wein-Beitrag: Weine aus Italien - Eine Reise II »

Im Süden Italiens gibt es ebenfalls viele eigenständige Weine, die man nur als Reisender vor Ort kennen lernen kann.
Neben den bekannten Weinanbaugebieten sorgen aber immer wieder eher unbekannte Weinregionen für Überraschungen, so dass man fast jede Region erwähnen müsste.

Den Stiefel abwärts durch die Toskana, liegt östlich von Umbrien die Region Marken. Obgleich der bekannteste Wein der Region ein Weisswein ist, der Verdicchio, entfällt doch ca. 55 % auf die Rotweinerzeugung.

Auf der Rotwein-Spur bleibend durch Italien sollte man hier den feurigen Rosso Conero erwähnen, bedeutender Rotwein, der aus der Montepulciano-Traube gewonnen wird. Quantitätsmässig werden aber weitaus mehr rote Trauben zu Ceranolo verarbeitet, einem leichten Rosé-Wein.

Westlich von Umbrien gelegen, befindet sich das Latium, ebenfalls als Anbaugebiet für Weisswein bekannt. Doch im Latium steckt auch ein Rotwein-Potential, dass mehr zu bieten hat als rote Alltagsweine und auf dessen Weine wir uns noch freuen dürfen.

Die Abruzzen sowie Molise gelten alt eher unbekannte Weinbaugebiete. Trotz der südlichen Lage profitieren die an der Gran-Sasso-Gruppe gelegenen Weingärten von einem milden Klima. Die raue, gebirgige Region bringt interessante Rotweine hervor.

In Apulien, am italienischen Stiefelabsatz angekommen, muss man aus der Vielfalt bekannter und namenloser DOC-Rotweine die Primitivo-Traube  herausfischen, aus der vor allem in letzter Zeit grossartige trockene Rotweine erzeugt werden.

Die Regionen Kampanien und Basilikata sind widerum eher unbedeutende Weinlandschaften.

In Kampanien werden von den Trauben, die an den Hängen des Vesuvs wachsen, eher einfachere Rotweine hergestellt und in Basilikata bringen weniger als 10 % der Rebfläche Qualitätsweine hervor. Der überwiegende Teil der Weinlese wird als Verschnittwein nach Norditalien oder ins Ausland verkauft.

Im tiefsten Süden Italien, in Kalabrien kann man Ciró geniessen, einen taninhaltigen, einfachen Rotwein, der etwas an den Barolo erinnert.

Auf Sardinien und Sizilien finden sich auch bemerkenswerte Rotweine, auch wenn vor allem Sizilien als Massenweinland in Erscheinung tritt. Immerhin haben einige Erzeuger mittlerweile das qualitative Potential der Insel für den Weinanbau erkannt.

Und Sardinien hat nicht nur leichte, frische Sommerweine zu bieten sondern auch substanzreiche Rotweine. 

Italien bleibt weiterhin ein lebendiges Weinland, das durch ambitionierte Winzer immer interessantere Weine zustande bringt und viele gute Tropfen zu bieten hat.

Weine aus Italien - Eine Reise I

Weine aus Italien - Eine Reise II