Whisky - gestern und heute
04.November 2011 | Thema: Essen & Genuss
| Schlagwörter:
Whisky
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Nach Meinung von Forschern wurde die Kunst, durch Destillation Alkohol zu gewinnen, im 9. Jahrhundert vor Christus im Orient entwickelt. Der destillierte Alkohol wurde von arabischen Kräuterhändlern für Duftwässer und Arzneien verwendet. Die Technik gelangte über Ägypten nach Europa. Dort wurden vermutlich die ersten trinkbaren Destillate aus Trester und Getreide hergestellt.
Eine genaue Datierung gibt es darüber nicht. Im 6. Jahrhundert ist im Mead Song des gälischen Dichters Taliesin aber bereits davon die Rede. Auch wer den ersten Whisky gebrannt hat, ist bis heute nicht geklärt.
Iren oder Schotten, wer hat den ersten Whisky gebraut?Noch heute streiten Iren und Schotten darüber, wer den ersten Whisky oder "Whiskey", gebrannt hat.
Für die Iren spricht eine Legende, die erzählt, dass St. Patrick, der irische Schutzpatron die Technik des Destillierens aus dem Mittelmeerraum auf die Insel brachte. Tatsächlich verbreiteten die keltischen Mönche nicht nur das Wort Gottes sondern auch die Brennereikunst in Schottland.
Nach Ansicht der Schotten ist St. Patrick jedoch im schottischen Dumbarton geboren, wo er auch die Technik kennenlernte. Deshalb bezeichnen sie sich als Schöpfer des Whiskys.
Anhand der Bezeichnung "Whisky", die sich vom gälischen "uisge beatha" ableitet, das wiederum vom lateinischen aqua vitae, dem Lebenswasser abgeleitet wurde, könnten irische Einwanderer in Schottland nicht nur den Begriff sondern auch den Whisky eingeführt haben.
Da sich die Engländer mit dem Gälischen jedoch schwer taten, entstand die noch heute verwendete Bezeichnung Whisky bzw. Whiskey.
Obgleich das Whiskybrennen zuerst nur den Klöstern erlaubt war, entstanden gleichzeitig die ersten Destillerien. Der erste urkundliche Beweis für die Herstellung von Whisky findet sich in Schottland im Jahr 1494.
Gab es Unterschiede zwischen irischen und schottischen Whisky?
Die Iren verwendeten Kohle zum Feuern der Öfen, ungemälzte Gerste und Hafer zur Whiskyherstellung. Gemälzte Gerste wurde auch auf den schottischen Inseln und in den schottischen Highlands zum Brennen von Whisky verwendet. In den schottischen Lowlands wurde jede Art an Getreide genutzt.
Wie kam der Whisky nach Amerika?Durch die Emigrantenwelle zu Beginn des 18. Jahrhunderts, die von Schottland aus nach Amerika auswanderten, entwickelte sich der amerikanische Whisky. Die Siedler begannen Whisky zu brennen. Sie benutzten neben Mais aus Kentucky und Tennessee noch Roggen aus Pennsylvania.
Nach der Erfindung der kontinuierlichen Brennblase wurde die Produktion von Whisky zu einem wichtigen Industriezweig in Amerika, der den irischen Whisky vom Markt verdrängte.
Vor allem im Ausland hatte der irische Whisky Probleme mit dem leichteren Blended Scotch (verschnittener Whisky aus Schottland) mithalten zu können.
Wie steht es heute um den Whisky?Insgesamt hat sich Whisky heute zu einem hochqualitativen Produkt entwickelt, der nicht nur von Whiskykennern genossen wird, sondern bei vielen Gelegenheiten gut ankommt.
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