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Wie entstehen Cuvées?

10.März 2009 | Thema: Wein

Das Wort bezeichnet nichts anderes als den Verschnitt von Wein. Das bedeutet jedoch nicht, dass dabei minderwertige Rebsorten vermischt werden. Eine gute Cuvée ist vielmehr die Summe ihrer Teile. Ein guter Winzer kann sich durch einen guten Verschnitt auszeichnen. Für Weinliebhaber kann es zu einer spannenden Aufgabe werden, einen guten Weinverschnitt zu finden. Wann wird gemischt?

Zum Einen wird bereits im Weinberg gemischt. Der so genannte „gemischte Satz“ entsteht aus Traubensorten, die gemeinsam gelesen und verarbeitet werden. Heute findet man diese Form des Weinverschnitts in Deutschland, in der österreichischen Steiermark und im portugiesischen Douro-Tal.
 
Eine Cuvée entsteht aber auch durch die Vermischung von Grundweinen., die durch Sorten getrennt sind. Kurz vor der Abfüllung in Flaschen wird abgewogen, welche Sorten zueinander gegeben werden und in welchem Verhältnis.

Wo wird Wein gemischt?

Grosse Erzeuger mischen in Australien Weine, die als „Multi-district-wines“ bezeichnet werden. Die Weine stammen aus unterschiedlichen Weinanbaugebieten, ergänzen sich aber durch ihre Eigenschaften. Interessante  Cuvées entstehen.

In Europa dürfen im EU-Tafelwein ebenfalls Rebsorten aus allen EU-Ländern vermischt werden. Allerdings kommt hier nicht immer ein guter Wein dabei heraus.

Wie erkenne ich eine Cuvée?

Wird auf dem Flaschenetikett nicht auf eine Cuvée hingewiesen, dann wird es schwer, einen Weinverschnitt zu erkennen. Laut Gesetz dürfen 15 bis 25 Prozent anderer Rebsorten, als die auf dem Flaschenetikett genannten Rebsorten, zugeführt werden. So kann man auch bei Sorten reinen Weinen nie sicher sein, welche Rebsorten der Wein noch beinhaltet.

Wo steht Cuvée auf der Weinflasche?

Wird auf Cuvée im Flaschenetikett hingewiesen, wie bei Cuvée Chianti, dann möchte man damit auf einen Verschnitt der besten Partien, wie Traubensorten, Parzellen oder Fässer hinweisen.

Was exakt mit einer Cuvée bezeichnet werden kann, ist nicht klar, denn eine gesetzliche Bestimmung existiert nicht. Dennoch sollten Cuvées bei einer Weinprobe nicht ausgelassen werden.