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28.April 2009 | Thema: Wein
Wer regelmäßig trinkt, ist noch lange kein Alkoholiker. Jeder Mensch hat unterschiedliche Trinkgewohnheiten. Der Begriff "Alkoholismus" gilt daher als unscharf, weshalb die medizinische Diagnostik von Alkoholabhängigkeit spricht. Diese ist nicht allein bedingt durch die Trinkmenge.
Ein Glas Rotwein am Tag ist gesund.
Eine geringe Menge Alkohol am Tag - egal ob Wein, Bier oder Schnaps -
scheint das Risiko für Herzinfarkt und Gefäßerkrankungen tatsächlich zu
senken.
Bier auf Wein, das lass’ sein!
Für die Verträglichkeit spielt die Reihenfolge der Getränkesorten keine Rolle. Entscheidend ist allein die Menge.
Der Sinnspruch ist wohl historisch bedingt, Vom edlen Wein auf das
frühere Armeleutegetränk Bier überzugehen, versinnbildliche den
sozialen Abstieg.
Mit Alkohol schläft man gut.
Der Abbau des Alkohols ist für den Körper absolute Schwerstarbeit. Wer
vor dem Einschlafen trinkt, wacht in der Nacht häufiger auf, schläft
also schlechter.
Alkohol ist konzentrationsfördernd.
Alkohol senkt die Leistungsfähigkeit. Schon geringe Mengen Alkohol
vermindern die psychomotorische Kontrolle, Konzentrationsfähigkeit,
Besonnenheit und - das Urteilsvermögen.
Wo alkoholfrei draufsteht, ist auch kein Alkohol drin.
Das stimmt nicht immer. Alkoholfreie Biere enthalten oft noch geringe
Mengen Alkohol, gesetzlich erlaubt sind bis zu 0,5 Prozent.
Wer gut gegessen hat, verträgt mehr.
Fettreiches Essen vor dem Alkoholkonsum kann dies zumindest etwas verlangsamen.
Wer einmal Alkoholiker war, bleibt für immer Alkoholiker.
Das ist leider nicht ganz falsch: Wer einmal abhängig war, wird sein Leben lang einen Hang zum Trinken haben.
Alkoholabhängigkeit ist eine Frage des Charakters.
Wissenschaftlich lässt sich das nicht hinreichend belegen. Zahlreiche
Studien kommen hingegen zu dem Ergebnis, dass es unter Alkoholkranken
ebenso viele Persönlichkeitstypen gibt wie bei Nichtabhängigen.
Ein Schnaps (Grappa) nach dem Essen ist gut, denn das hilft der Verdauung.
Der Alkohol wird vom Körper immer zuerst abgebaut. Das Essen - und
damit auch das Fett - wird nicht schneller, sondern deutlich langsamer
verdaut.